... es reicht nicht aus, sich als Katholik zu bezeichnen
Die Kirche ist keine demokratisch verfasste Gesellschaft, sondern das Corpus mysticum des Auferstandenen und verherrlichten Christus, mit dem und in dem die Gläubigen wie die Glieder eines Leibes verbunden sind quasi zu einem übernatürlichen Organismus.
Der sensus fidei ist keine demokratisch, demoskopisch zu ermittelnde Größe. Die Frage ist nur, worin sich Massenzeugnis von Massenabfall unterscheidet. So betonte schon der heilige Johannes Paul II. die Notwendigkeit, zwischen der Öffentlichen Meinung und dem sensus fidei fidelium sorgfältig zu unterscheiden.
(...)
Diese Notwendigkeit (Anm.: nämlich zu unterscheiden) hebt das Dokument sensus fidei im Leben der Kirche vom Jahre 2014 hervor: und es ist jetzt an der Zeit zu überlegen, wie echte Erscheinungsformen des sensus fidei erkannt und bestimmt werden können. Eine solche Unterscheidung ist besonders in einer gespannten Situation notwendig, wenn der echte sensus fidei vom einfachen Ausdruck weitverbreiteter Meinungen, besonderer Interessen oder des Zeitgeistes unterschieden werden muss.
(...)
Und nun entfaltet dieses Dokument außerdem
Kriterien, bzw. die Notwendige(n) Dispositionen für authentische
Teilhabe am sensus fidei. Das heißt, dass nicht ein jeder, der sich als
Katholik bezeichnet, den Anspruch erheben kann, als Organ dieses Sensus
fidei ernst genommen zu werden.
Kurz gesagt: Authentische Teilhabe
am sensus fidei erfordert Heiligkeit. Heilig zu sein, bedeutet im
Wesentlichen,
getauft zu sein und den Glauben in der Kraft des
Heiligen Geistes zu leben. Damit ist allerdings ein hoher Anspruch
definiert.
s. auch:
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